Impressionen aus dem ersten E-Bike-Kurs im Juni 2018

Fahrtraining mit dem E-Bike

Sowohl Velo wie E-Bike fahren macht Spass und fördert die Fitness. Einen wichtigen Unterschied gibt es aber: Mit dem Elektrovelo ist man schneller unterwegs als mit dem Velo. Und damit steigt die Gefahr eines Unfalls. Mit einem Fahrtraining kann das Risiko minimiert werden. Impressionen aus dem ersten E-Bike-Kurs des Akzent Forums.

 

Auch wer lieber aufs E-Bike statt aufs Velo steigt, tut etwas für seine Fitness und seine Gesundheit. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Basel. Und doch gilt es bei der Fahrt mit dem Elektrovelo im Vergleich zum herkömmlichen «Göppel» einiges zu beachten. Das E-Bike ist schwerer als das Velo und nicht ganz so leicht zu handhaben. Dank der Unterstützung durch den Motor ist man zudem im Schnitt schneller unterwegs als mit dem Velo, das etwa 10 bis 15 Kilometer pro Stunde fährt.

 

Tempo nahe beim Weltrekord
«Tendenziell zu schnell» – so Alain Schönmann von der Verkehrsprävention der Kantonspolizei, der den E-Bike-Kurs des Akzent Forums mit Stephan Lingenhel von spontEbike.ch leitet. Seine Vergleiche im theoretischen Teil des Kurses sind beeindruckend. So holte sich Rennfahrer Ondřej Sosenka 2005 den Stundenweltrekord im Zeitfahren mit 49,7 Kilometern. Fast gleich schnell unterwegs ist man mit einem E-Bike mit gelber Nummer – den sogenannten S-Pedelecs: 45 Kilometer pro Stunde. Mit dieser Geschwindigkeit kann man sogar an der Tour de France locker im Feld mithalten; dort pedalen die Velofahrer im Schnitt mit 42 Kilometern pro Stunde den Champs-Élysées entgegen.

Das hohe Tempo hat Auswirkungen auf den Bremsweg: 13 Meter beträgt dieser bei einer Fahrt mit 20 und schon 37 Meter bei 45 Stundenkilometern. Hier lohnt sich die Investition in ein Elektrovelo mit qualitativ guten Bremsen, eine stete Voraussicht – und das Training der Bremsbereitschaft. Auch ein leuchtender Velohelm, helle Kleidung und Licht sind für die anderen Verkehrsteilnehmer ein Pluspunkt, um die schnellen Radler besser einschätzen zu können.

Vom Bremstraining hoch zur Läuberen
Im praktischen Teil des Kurses übten die fünf Teilnehmerinnen und Teilnehmer deshalb im Verkehrsgarten am Wasgenring zuerst das kraftvolle Bremsen unter dem Motto «Voll uff d'Chlötz». Auch das Slalomfahren wollte geübt werden, bevor es an diesem schönen Sommerabend Mitte Juni ins Industriegebiet von Allschwil ging und von dort via Dorfzentrum hoch auf die Läuberen. Dort versank gerade die Sonne am Horizont. Der weite Blick über die Stadt, zum Schwarzwald und zu den Vogesen entschädigte für den happigen Aufstieg. Ein schöner Abschluss eines informativen Kurses. Oder wussten Sie, dass es für den Ausflug ins Elsass mit dem E-Bike einen Motorradhelm und eine Warnweste braucht und Sie nicht auf Velowegen fahren dürfen?

Letzter Kurs vor der Winterpause:

Samstag, 28. September, 14–17 Uhr, Verkehrsgarten, Wasgenring 158, Basel

Anmeldeschluss: 21. September 2019

Mitbringen: Eigenes E-Bike, angenehme und dem Wetter angepasste Kleidung, Velohelm

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei Basel-Stadt geboten und ist im Sinne der Verkehrssicherheit und Unfallverhütung kostenlos.

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