Vortrag «Gut, gesund und günstig essen»

Mit 10'000 Nährstoffen jonglieren

Bei einer gesunden Ernährung kommt es weniger auf die einzelnen Nährstoffe an, sondern – wie bei einem Orchester – auf das gelungene Zusammenspiel der rund 10'000 Inhaltsstoffe.

«Ein sinnvoll investierter Nachmittag» – so lautet das Fazit der fünfzehn Frauen und Männer, die Ende August den Vortrag von Edith de Battista im Akzent Forum verfolgten. Die Ausführungen der Ernährungswissenschaftlerin machen deutlich, dass für eine gute und gesunde Ernährung der günstige Preis eines Lebensmittels nicht allein ausschlaggebend sein sollte.

Die Armut im Supermarkt
Wichtig sind bei der Auswahl des Essens andere Kriterien wie die Sortenvielfalt bei den Früchten und Gemüsen, der Grad der industriellen Verarbeitung sowie möglichst saisonale, regionale und tierfreundliche Produkte. So machte Edith de Battista darauf aufmerksam, dass unsere Supermärkte zwar ein immenses Angebot von Früchten und Gemüsen präsentieren, dass der Überfluss aber täuscht. Mit der industriell produzierenden Landwirtschaft, die auf Form, Transporteignung und Haltbarkeit setzt, sind viele alte Sorten vom Markt verschwunden. Man kann maximal noch zwischen zwei Sorten Peperoni wählen, die Salatgurken ähneln sich wie ein Ei dem anderen, die Tomaten sind schön rot, haben aber keinen Geschmack und auch die Erdbeeren machen vor allem visuell eine gute Falle.

Mit den Jahreszeiten kochen
Wer beim Einkaufen auch einmal eine Pro Specie Rara-Pastinake in den Einkaufskorb legt, wer bei der Menüplanung auf Abwechslung bei den Gemüsen und Früchten achtet und mit verschiedenen Zubereitungsarten hantiert (roh, gedämpft, gekocht oder gebraten), folgt gemäss Edith de Battista dem Grundsatz der gesunden Verpflegung. Gleichzeitig sind es auch nicht unbedingt die teuren Fleischstücke, die eine ausgewogene Ernährung garantieren. Auch mit günstigen Hülsenfrüchten wie etwa Bohnen oder Linsen kann der erhöhte Eiweissbedarf im Alter bestens abgedeckt werden.

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